London Outfit No.3

Hätte mir früher mal jemand erzählt, dass Hosen-Kaufen und schöne Modelle zu meinem Hobby werden würden, dann hätte ich wohl ungläubig den Kopf geschüttelt.
Wer kennt es nicht: Man braucht eine neue Jeans, also zieht man los. Im Laden dann die erste Ernüchterung: Modelle mit kaum vorhandener Waschung sind rar, bitte keine Löcher wohin das Auge blickt und 90-er Jahre hüfttief sollte sie auch nicht sein. Drei Kriterien, die doch eigentlich ganz leicht klingen, beim Jeanskauf aber zu einer echten Hürde werden. Wenn man dann nach gefühlten Stunden und mindestens zehn Läden später endlich eine Jeans gefunden hat, die auf dem Bügel gut aussieht kommt dann das richtige Drama: die Umkleide!!! Erst einmal aus der eigenen engen Jeans rausschälen und das in einer Umkleide, wo man sich wie eine Maus in der Falle fühlt. Dann rein in die neue Jeans. Die ist total hart, klebt eklig und lässt sich nur schwer über die Beine ziehen. Der Kampf mit der Jeans beginnt. Hat man die Röhrenjeans dann endlich wie eine Wurstpelle an den Beinen kleben muss nur noch der Knopf zu. Sah die Jeans am Bügel noch gut aus, so fühle ich mich in der Umkleide dann wie ein dicker Prinz in Strumpfhose.
Hatte ich vor dem Jeanskauf noch ein bisschen Selbstbewusstsein, dann ist das danach in eine sehr dunkle Ecke verschwunden. Von wegen „love your body“ – ich nehme mir vor niiie wieder etwas zu Essen. Alles in allem liebe ich Jeans kaufen also – von wegen.

Warum ich euch das erzähle? Weil ich dieses Problem schon sehr lange nicht mehr hatte. Dank Culottes, weiten Hosen und dem Nein-Danke an Skinny-Jeans. (Ich besitze eine enge Jeans, die ich regelmäßig trage. Und die fühlt sich an wie ein Pyjama.) Hier also meine Liebeserklärung an weiche Hosen: Ich finde euch toll, Ihr seid bequem und vorteilhaft. Also hallo und tschüss Skinny-Jeans!

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T-Shirt – &Otherstories
Culottes – H&M Trend
Shoes – Birkenstock
Bag – Proenza Schouler