Schnäppchen Lexikon

Wer meinen Kleiderschrank kennt, der denkt schnell: „Die hat Geld.“ Denn auf den Bügeln hängen Sachen von Alexander Wang, Burberry, Stella McCartney, Theyskens Theory, Acne Studios und viele mehr. Im Schuhregal stehen viel Acne Schuhe, Proenza Schouler und Chloé, Handtaschen von Céline, Stella McCartney und Mulberry hab ich auch. Das hier soll kein Post zum Angeben werden, sondern Euch sagen: Nicht jeder, der viele Designertaschen hat, hat auch unendlich viel Geld. Ich bin Studentin und arbeite nebenbei als Aushilfe. Große Sprünge oder Reisen sind da nicht drinnen. Trotzdem kommen regelmäßig neue Designschätze in meinen Kleiderschrank dazu. Wie das geht? Ich habe da so meine Tipps und Tricks:

SALE

Es gibt kaum ein Label (bis auf H&M, Zara und Co.) bei dem ich im regulären Verkauf einkaufe. Ich kann mich, was Mode und auch mein restliches Leben angeht, sehr gut gedulden. Mittlerweile muss man das ja aber fast gar nicht mehr, denn von 365 sind gefühlt 300 Tage Sale. Egal ob Sommersale, Wintersale oder Midseason-Sale, wer es nicht möchte, der muss für kein Teil den vollen Preis bezahlen. Natürlich gibt es Ausnahmen, so wird man eine Chanel 2.55 niemals im Sale finden, genauso wie schwarze Acne Lederjacken nur höchst selten reduziert werden. Sonst habe ich aber meine festen Sale-Anlaufstellen, z.B. Sandro, Whistles, Acne oder einfach das KaDeWe, sowie die Galeries Lafayette.

SECOND-HAND

Second-Hand oder Vintage mögen ja viele nicht. Ich bin hingegen ein großer Fan. Für Second-Hand Mode muss man sich heutzutage nicht mehr durch stickige Läden wühlen und vom komischen Geruch der Klamotten abgeschreckt werden, nein, man kann in enspannter Atmosphere mit gut duftenden Sachen shoppen. Ich schaue regelmäßig bei Rebelle vorbei, dort kann man tolle Schnäppchen machen, aber Vorsicht, man kann auch teilweise mehr als den Neupreis bezahlen! Also bitte immer erstmal im Internet über die Preise informieren. Ansonsten gibt es noch Vestiaire Collective, bei denen man schon sehr viel Geduld haben muss, weil die Auswahl enorm groß ist. Ich nutze deswegen die Benachrichtigungsfunktion, wenn ich nach etwas Bestimmten suche. Auch TheOutnet.com ist eine super Seite, wenn man Schnäppchen machen will, oft halten mich die 10 Euro Versandkosten dann aber doch vom Drücken des Bestellbuttons ab, zumindest kann man in letzter Zeit aber kostenlos zurückschicken. Besonders empfehlenswert sind die Tage, wenn man beim Auschecken noch einmal 30% auf den schon reduzierten Preis erhält!

EVENTS

Etwas, was Sale und Second-Hand vereinen kann, sind Events. Bei Designersales versuche ich fast immer vorbeizuschauen, neulich war ein extrem guter am Gleisdreieck auf dem Premium-Gelände. Da kann man auch mal handeln und auf die Prozente nochmal mehr bekommen. Vor ein paar Tagen war zum Beispiel der Flash Sale von Journelles. Auch hier konnte man super Schnäppchen machen!

FAZIT

Zugegeben, eine Céline Tasche wird durch Sale oder Second-Hand nicht zum Superschnäppchen à la H&M Tasche, aber wenn man sich etwas schon lange wünscht, sich den Originalpreis aber einfach nicht leisten kann, dann können 70% Preisnachlass einen schon sehr viel näher zum Ziel führen. Ich jedenfalls sehe es einfach nicht mehr ein, für etwas den vollen Preis zu zahlen, was ich ein paar Wochen bis Monate später um Einiges günstiger finden kann.

 

Foto: Mikael Jansson
Interview Magazine March 2013 „The Art of Shopping“
via google.de