Der Hippie in Mir

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Ich bin eine gespaltene Persönlichkeit. Nicht in dem Sinne, wie ihr es jetzt vielleicht denkt. Okay, sagen wir es mal lieber so: In mir schlagen zwei Herzen. Zwei Stil-Herzen. Wenn Ihr meinen Blog schon etwas länger verfolgt, dann ist Euch eines bestimmt aufgefallen. Ich trage mindestens ein schwarzes Teil, dann vielleicht ein graues und ein weißes. Farbige Sachen sind in meinem Kleiderschrank eine Rarität. Verfolgt Ihr meinen Blog schon sehr sehr sehr sehr sehr lange, dann wisst Ihr, dass das nicht immer so war. Früher war ich, zumindest was den Sommer angeht, ein leidenschaftlicher Hippie.

Wallende Haare mit zwei Zöpfen zurückgenommen, weiße Spitzenkleider, bunt gemusterte Tops und T-Shirts, große Ohrringe. Im Sommer ein Hippie zu sein ist schön, denn die Kleidung ist hell und weit und das Gefühl frei.
Mit dem Beginn meines Studiums und dem Fortschritt kam aber auch immer mehr eine Festlegung auf einen Stil. Und der ist so gar nicht hippiesk, sondern eher Helmut Lang/Alexander Wang/Acne/The Row (haha, natürlich nur angelehnt an diese Designer) sehr minimalistisch und schwarz. Dazu kommen Sneaker und schon ist nicht mehr viel mädchenhaftes übrig. Denn insgesamt bin ich bestimmt keine leichte, freundliche und girly Erscheinung, sondern sehe eher so aus, als ob ich sämtliche Kleidung aus dem Kleiderschrank meines Freundes geklaut habe oder wir uns zumindest einen Kleiderschrank teilen.

Kommen wir jetzt zu meinem Dilemma. Hier habe ich Euch ja schon erzählt, dass ich den Sommer klamottentechnisch nicht gerade liebe. Dazu kommt, dass Sommer in Schwarz nun wirklich alles andere als angenehm ist. Auch Sneaker sind da nicht gerade ideal. Aber das ist nun mal mein Stil und neun Monate im Jahr liebe ich ihn auch. Aber im Sommer möchte ich am liebsten ein Hippie sein. Jetzt kann man sagen: Mach doch einfach was du willst! Aber das ist nicht so leicht getan, wie gesagt. An einem Tag laufe ich dann also in Schwarz und puristisch rum, am nächsten im wallenden weißen Spitzenkleid mit Sandalen? Jetzt mal ehrlich, da kann ich mich selber ja schon nicht mehr ernst nehmen. Das klingt eher nach wir spielen Verkleiden.

Dabei liebe ich den Hippie Look und bei der aktuellen Valentino Kampagne stehe ich praktisch schon am Lockenstab und welle mir meine Haare und schnüre die Sandalen unterm Knie. Was sagt Ihr? Ist es in Ordnung seinen Stil komplett links liegen zu lassen und sich im Sommer zu „verkleiden“? Oder sollte man seinem Stil treu bleiben und ihn eben auch in harten heißen Zeiten durchziehen?

 

Pictures via Google and style.com