Ist Instagram der neue Blog?

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Ist Instagram der neue Blog? Diese Frage stelle ich mir zumindest seit dem Bloggerworkshop mit Julia Zierer von Style.de. Die Vorraussetzung für die Teilnahme war ein eigener Blog. Doch von 14 Mädchen hatten gefühlt vier einen Blog. Dann gab es noch ein paar Tumblr-Blogs und dann hörte ich erstaunlich oft den Satz: „Ich habe Instagram.“

Beim ersten Mal Hören dieses Satzes konnte ich noch schmunzeln. Aber als sich dann immer mehr Mädchen als Bloggerinnen bezeichneten, weil sie einen Instagram-Account haben, war ich dann doch erstaunt. Ist Instagram jetzt eine Form des Blogs? Und wo bleibt dann der literarische Anspruch (ja, ich weiß, den findet man wirklich nicht auf vielen Blogs)?

Warum nutzen wir Instagram?

In uns allen steckt doch ein bisschen ein Voyeur. Seien wir ehrlich, wer will nicht wissen, wer gerade wo ist und was wer macht. Dazu bin zumindest ich viel zu neugierig. Die neuesten Trends erfährt man oft nicht mehr auf Blogs, sondern auf Instagram. Kein Wunder, denn um einen Blogpost zu erstellen braucht es Zeit und Mühe, viel schneller ist ein Foto auf Instagram gepostet und viel schneller bekommt man dort auch positive Rückmeldung. Scrollen, liken, scrollen, liken,… gehört dort schließlich zur Tagesordnung.

Blogger und ihr geliebtes Instagram

Doch für Blogger steckt in dem Medium Instagram noch eine ganz andere Kraft. Sieht man auf den Blogs meistens nur die perfekt (bearbeiteten) Bilder, hat man als Blogger auf Instagram die Möglichkeit, die Geschichte hinter dem Blogpost zu erzählen. „Hinter den Kulissen“ sind meistens Fotos, die super angenommen werden. Gerade weil sie das perfekte Image des Bloggers hinterfragen. Und auch sonst kann man seinen Lieblingsbloggern (und Schauspielern) näher kommen als auf ihren Blogs. Man sieht, wie der wirkliche Tagesablauf aussieht und viele gewähren auch Einblicke in ihre wahren Outfits. Nicht die für ein Fotoshooting gestylten Bilder, die wir am Ende zusehen bekommen.

Fazit

Wenn wir ehrlich sind, wird Instagram nicht der neue Blog. Dazu reichen die Möglichkeiten einfach nicht aus. Zu wenig Platz für schöne Worte. Keine wirklichen Marketing-Möglichkeiten, keine Kooperationen. Könnt ihr mir einen hauptberuflichen „Instagrammer“ nennen? Ich habe davon jedenfalls noch nie etwas gehört. Das nicht ohne Grund. Blogger brauchen Platz und oft mehr als ein Medium um ihre Geschichten erzählen zu können. Instagram ist eine wundervolle Spielerei. Aber Blogs sind meist  aussagekräftiger.

 

Was denkt ihr, Instagram oder Blog? Haben Blogs überhaupt noch eine Zukunft?