Die unendliche Suche nach dem Stil

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Ihr kennt das ja bestimmt. Man steht morgens vor dem Kleiderschrank, der aus allen Nähten platzt, aber doch findet man nichts zum Anziehen. Entweder greift man zu Altbewährtem, wie schwarze Röhre und graues T-Shirt, oder man zieht eine besonders gewagte Kombination an und fühlt sich den ganzen Tag unwohl. Diese Situation ist mir schon mehr als oft passiert. Bis vor kurzer Zeit eigentlich noch jeden Morgen.

Doch ich weiß auch nicht wann es genau passiert ist, ob es sich langsam so ergeben hat oder auf einmal da war. Eines Morgens griff ich zielsicher in den Schrank. Ganz ohne Zögern und ohne Zweifel. Und war mir auf einmal sicher. Das ist mein Stil.
Den Auslöser kann ich aber sagen. Ich studiere ja seit einem Semester Modejournalismus und Medienkommunikation. Davor habe ich mich zwar auch täglich mit Mode beschäftigt, aber sicher nicht so intensiv. Man ist mit Leuten zusammen, die genau das gleiche Hobby teilen und alleine in unserer Studiengruppe treffen sicher 20 verschiedene Geschmäcker aufeinander. Es wird rege diskutiert und man tauscht sich aus. Und zwischen all diesem Hin und Her mit der Mode, habe ich mich dann einfach gefunden. Meinen Stil.

Ich bin jetzt sicher, was mir gefällt. In der Anprobe wird nicht mehr stundenlang gezweifelt. Es wird angezogen und geprüft: Sitzt es? Passt es zu mir? Gefällt es mir? Und so fällt die Entscheidung schnell, aber zu 99 Prozent richtig. Nein, ich behaupte nicht, dass ich nie wieder einen Trend mitmachen werde. Oder meinen Geschmack ändern. Das wird alles ganz sicher passieren. Aber ich weiß jetzt, ob der Trend zu mir passt. Stan Smith Sneaker von Adidas? Ja, gerne. Ich liebe Sneaker und mein Paar habe ich schon Jahre. Von Kopf bis Fuß im Sommer in Neonfarben? Nein danke, dass passt nicht zu mir.

Ich hoffe jetzt, dass ihr meinen Stil deswegen auch an meinem neuen Blogdesign merkt. Ich bin doch irgendwie erwachsener geworden. Deswegen werde ich jetzt auch nicht versuchen hier meinen Stil zu definieren. Denn Bilder sagen ja bekanntlich tausendmal mehr als Worte.