Girls – Moderner Nachfolger von Sex and the City?

 
Ja, ich weiß, ich bin spät dran mit dem „Girls“ Trend. Aber nachdem die Serie nun so gehypt wurde, kam ich einfach nicht an der 1. Staffel vorbei.
 
Bei „Girls“ geht es um vier Mädels, die sich durch die Großstadt New York durchschlagen müssen. Alle haben Probleme. Jobsuche, Selbstfindung, Jungfräulichkeit, Sexualität, Mode und natürlich auch Beziehungsprobleme. Eigentlich wird alles in der Serie behandelt. 
Hannah, gespielt von Lena Dunham, die die Serie auch geschrieben hat, hat generell Probleme mit sich. Sie findet keinen Job, bekommt keine Unterstützung mehr von ihren Eltern und leidet dazu auch noch unter einer skurillen Beziehung mit einem angehenden Schauspieler. 
Ihre Mitbewohnerin Marnie (Allison William), ist der Inbegriff der Spießigkeit. Immer perfekt gestylt, finanziell und beruflich abgesichert. Eigentlich das komplette Gegenteil von Hannah. Nach der Trennung von ihrem langjährigen Freund kommt allerdings auch sie ins Straucheln. 
Shoshanna (Zosia Mamet) komplementiert die drei New Yorker Mädels, sie ist ziemlich prüde, kämpft mit ihrer Jungfräulichkeit und ist generell immer sehr nervös. 
Ihre Cousine Jessa, gespielt von Jemima Kirke, ist weltoffen, ein Freidenker, modisch total durchgeknallt und alles andere als normal. 
Zusammen gehen sie alle durch dick und dünn. Abtreibungen, Beziehungsende, Hochzeiten, Pleiten, Wohnungssuche. 
 
Kritik: Die Serie wird als ehrliches „Sex and the City“ angepriesen. Keine perfekten Figuren, keine durchgestylten Outfits. Keine unrealistischen Happy Ends. Ja, hier kann ich definitiv zustimmen. Die Details sind alle realistischer. Die Hautfiguren fahren U-Bahn, es wird kein perfektes Sexleben gezeigt, es gibt finanzielle Nöte. Aber in den wichtigen Themen, wie Freundschaft und Liebe, ähnelt es doch sehr „Sex and the City“. Die „Girls“ fetzten sich, versöhnen sich wieder, durchleben schwierige Situationen und lachen und weinen miteinander. 
Wer Realität möchte, der findet „Girls“ wahrscheinlich besser als „Sex and the City“.
Aber jetzt mal ganz ehrlich, wer möchte schon immer Realität? 
Teilweise sind mir die Themen von „Girls“ schon zu realistisch, so dass man nicht ungeduldig auf die nächste Folge wartet. Spannung gibt es nicht wirklich. Ja, ich gebe zu, unterhaltsam ist die Serie schon. Gute Sprüche fallen oft. 
Aber Ich schaue dann doch ein wenig lieber den Frauen von „Sex and the City“ zu, wie sie in Luxuskleidung New York City durchstreifen. 
Denn ganz ehrlich? „Girls“ muss man sich eigentlich nicht anschauen. Denn die Serie zeigt nur, was wir eigentlich alle genauso privat erleben….

Was ist eure Meinung? 
 
 
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